Pressemitteilung
Alles sternenklar: Deutsche Hotelklassifizierung
Kriterien erfolgreich modernisiert - Marketingoffensive gestartet
(14. März 2000) Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) bietet mit der Deutschen Hotelklassifizierung seit 1996 auch in Deutschland ein freiwilliges, objektives System zur Einteilung in die international üblichen Hotelsternekategorien an.
Über 6.000 Betriebe haben sich seit der Markteinführung bereits an der Hotelklassifizierung beteiligt. "Damit hat sich die Deutsche Hotelklassifizierung erfolgreich in der Branche etablieren können", zieht DEHOGA-Präsident Dr. Erich Kaub eine positive Bilanz.
Der Erfolg ist auch der jüngst durchgeführten Modernisierung der Kriterien zu verdanken. Denn die Hotelklassifizierung ist von Anfang an als offenes, dynamisches System konzipiert worden, deren Kriterien ständig den Markterfordernissen angepasst werden, damit sie vom Gast akzeptiert wird.
"Wer hat schon Anfang der 90er Jahre ahnen können, dass beispielsweise ein Internet-Anschluss und eMail-Zugang für den Geschäftsreisenden von heute eine derart wichtige Anforderung an sein Hotelzimmer darstellen?", erläutert Helmut Otto, Vorsitzender der Fachgruppe Hotels im DEHOGA, exemplarisch den Anpassungsbedarf nach nur kurzer Zeit.
Zur Fortschreibung der Kriterien gab der DEHOGA eine repräsentative Befragung von Hotelgästen beim renommierten EMNID-Institut in Auftrag, die wertvolle Unterstützung bei der Modernisierung der Kriterien gab. Alle Kriterien rund um die eigentlichen "Kernprodukte" eines Hotels (ruhiges Schlafen, Sanitärkomfort und reichhaltiges Frühstück) erfuhren nach Auswertung der EMNID-Daten eine starke Aufwertung.
"Golfplätze und Reithallen sind in den Klassifizierungskriterien verschwunden und haben etwa schallschluckenden Türen und extra großen Ablageflächen im Badezimmer Platz gemacht", zeigt Otto das Grundprinzip der Modernisierung auf.
Aus den mittlerweile 237 Kriterien der Deutschen Hotelklassifizierung mögen drei Kriterien exemplarisch die vorgenommenen Veränderungen dokumentieren: Das Frühstücksbuffet (bisher ein 3-Sterne-Kriterium) wird nunmehr schon im 2-Sterne-Bereich obligatorisch. Im 3-Sterne-Bereich müssen alle Zimmer über Dusche/Bad und WC verfügen, im 2-Sterne-Segment sind es 70% der Zimmer. Schon ab 3 Sternen ist auf jedem Zimmer ein Farbfernseher samt Fernbedienung vonnöten, damit das "Channel-Hopping" nicht mehr zum "Bett-Hupferl" wird ...
Besonderes Augenmerk legte der DEHOGA auch darauf, Serviceaspekten einen deutlich höheren Stellenwert in der Klassifizierung beizumessen. Die absoluten Top-Häuser in Deutschland hatten aus Sicht des DEHOGA zu Recht bemängelt, dass die personalintensiven Dienstleistungen, die in ihrem Segment das wesentliche Unterscheidungsmerkmal darstellen, bisher zu wenig Berücksichtigung fanden.
Nachdem durch die fortgeschriebenen Kriterien nun sichergestellt ist, dass die Klassifizierung zu ausgewogeneren Resultaten in Stadt- und Ferienhotellerie führt, befinden sich mit Bremen und Hamburg auch die beiden letzten bislang dem System ferngebliebenen Landesverbände "an Bord".
"Wesentlich für den weiteren Erfolg der Deutschen Hotelklassifizierung wird sein, dass unsere Sternebotschaften auch den Hotelgast durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit erreichen," wirft Dr. Kaub einen Blick in den Sternenhimmel. Hierzu startet der DEHOGA auf der ITB eine Marketingoffensive 2000, deren Ziel es ist, Hoteliers und Gästen gleichermaßen die "Sterne vom Himmel" zu holen.
Kern der Marketingkampagne sind Testimonialanzeigen für die Fach- und Publikumspresse, in denen zunächst renommierte Hoteliers und später einer breiten Öffentlichkeit bekannte Persönlichkeiten sich sympathisch zur Deutschen Hotelklassifizierung bekennen.
Schon heute wirbt der DEHOGA u.a. in den Zügen seines Marketingpartners DB Reise & Touristik in Millionenauflage für die Deutsche Hotelklassifizierung. Daneben informiert der Verband auf der Internet-Homepage (http://www.hotelsterne.de) über alle Details der Deutschen Hotelklassifizierung.



